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Warum gibt es in Passagiermaschinen Schwimmwesten statt Fallschirmen?

Nachdem es im Internet endlose Diskussionen gibt, was sinnvoll und unsinnig ist, zitiere ich hier nur eine Antwort von Hapag-Lloyd, die unter http://www.fragenohneantwort.de/fragen/frage61.htm zu finden ist:
In unseren Flugzeugen gibt es Schwimmwesten anstatt von Fallschirmen, weil den Passagieren dadurch ein hohes Maß an Sicherheit gewährt werden kann. Die bisherigen Erfahrungen in der Fliegerei zeigten, dass es für die sichere Durchführung eines Fluges praktischer ist, Schwimmwesten anstatt Fallschirmen an Bord zu haben. Da ca. 80% aller Unfälle der Luftfahrt bei Start oder Landung geschehen, versucht man sich dahingehend einzurichten, d.h. hier sind Schwimmwesten sinnvoll, da es bekanntlich Flughäfen in der Nähe von Gewässern gibt.
Jetzt noch einige banale Gründe: Fallschirme sind platzintensiver als Schwimmwesten. In eine unserer Boeing 737-800 passen 181 Passagiere, deren Schwimmweste unter dem Sitz Platz findet. Für 181 Fallschirme wäre wahrscheinlich ein Aufbau á la B747 nötig... Außerdem ist davon auszugehen, dass Passagiere eher schwimmen gehen als sich aus dem Flugzeug zu stürzen. Aber: diese Antwort bezieht sich auf die westliche Fliegerei der heutigen Zeit, ich möchte nicht ausschließen, dass man z. B. in Passagiermaschinen Papua-Neuguineas neben Schwimmwesten auch Fallschirme findet...


 In welcher Richtung dreht sich das Wasser in den Abfluss?

Ich möchte es gleich vorweg nehmen, weil jetzt jeder "rechts" sagt: ob sich ein Strudel in oder gegen Uhrzeigersinn zu einem Abfluss (Waschbecken, Badewanne, Toilette, etc.) bildet ist reiner Zufall!

Oft hört man davon, dass das Wasser bei uns auf der nördlichen Erdhalbkugel sich im Uhrzeigersinn in den Abfluss dreht. Auf der Südhalbkugel der Erde dreht sich der Strudel dagegen in die entgegen gesetzte Richtung.

Das stimmt aber nicht: Die Drehrichtung des Wassers über dem Abflussrohr hängt vom Zufall ab. Form und Oberfläche der Wanne, Bewegungen des Badenden oder ein Lufthauch können den Strudel umdrehen. Ein Körnchen Wahrheit steckt aber in der Legende vom Strudel der je nach Erdhalbkugel dreht.

Die so genannte Corioliskraft wirkt auf alles, was sich auf der Erde dreht. Deshalb wehen etwa auf der Nordhalbkugel die Winde aller Hochdruckgebiete im Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel umgekehrt.

Warum die Corioliskraft aber nicht in meiner Badewanne funktioniert, liegt an der Dimension meiner Badewanne, denn die Corioliskraft zeigt sich nur bei sehr großen Strudeln. In der Badewanne ist sie dagegen winzig. Die zufälligen Faktoren haben hier weit über tausendmal mehr Einfluss auf die Drehrichtung des abfließenden Wassers als die Corioliskraft.


Warum trinkt James Bond seinen Martini geschüttelt und nicht gerührt?

Ein Wodka Martini besteht aus großen und kleinen Teilchen. Die großen Teilchen sind die Geschmacksmoleküle. Die kleinen Teile sind die Alkoholmoleküle. Wenn man ein Gemisch aus großen und kleinen Teilchen schüttelt, wandern die großen Teilchen an die Oberfläche. Die finden keine Lücken, um nach unten zu gehen. Die kleinen Teilchen fallen immer nach unten.
James Bond schüttelt als Genießer demnach den Geschmack an die Oberfläche. Und weil er es grundsätzlich super eilig hat, kann er auch immer nur einen Schluck trinken ;-)


Was ist der "Darwin Award"?


Dieser Negativpreis (ähnlich den IG-Nobelpreis) richtet sich ganz nach dem Motto des Naturforschers: Survival of the fittest!

Der Darwin Award prämiert seit 1994 Menschen, die sich auf besonders spektakuläre Weise selbst töten oder unfruchtbar machen. Der Preis ehrt ihre riesen Dummheit und lobt sie dafür, dass sie durch ihre Aktion verhinderten, dass sich ihr Erbgut weiter ausbreitet. Eben ganz nach "Survival of the fittest"!
Wer leider sein dummes Missgeschick überlebt oder der Sterilisierung knapp entkommt, der kann den Preis leider nicht erhalten. In besonderen Fällen gibt es wenigstens eine "ehrenwerte Erwähnung".

Es gibt 5 Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um für den Preis überhaupt in Frage zu kommen:

  1. 1. Der Preisträger muss aus dem Genpool ausscheiden, also sterben oder unfruchtbar werden.
    2. Es muss eine außergewöhnlich dumme Fehleinschätzung der Situation vorliegen.
    3. Der Preisträger muss sein Ausscheiden selbst verschuldet haben.
    4. Der Preisträger muss zurechnungsfähig (aber nicht unbedingt nüchtern) sein. Kleinkinder sind ausgeschlossen.
    5. Das Ereignis muss nachweislich stattgefunden haben.

Folgende zwei Beispiele haben alle Anforderungen erfüllt und sind würdevolle Preisträger des Darwin Awards.

Ein Altmetall-Dieb aus Tschechien machte sich auf den Weg, Metall zu klauen. Dealer versprachen ihm dafür schnelle Geld und das cash! Der Dieb entschied sich für ein leerstehendes Gebäude. Im Aufzugschacht fand er, wonach er suchte. Ein dickes Stahlseil von guter Qualität, das oben im Dunkeln verschwand. Schnell löste er das Seil mit seiner mitgebrachten Metallsäge. Als er den Draht durchschnitten hatte, löste sich oben das Gegengewicht und raste erst langsam und dann immer schneller von oben auf ihn herab. Es traf ihn voll - jetzt ist er ein posthumer Preisträger.

Ein 63Jähriger Deutscher war von den vielen Maulwurfhügeln in seinem Garten ziemlich genervt. Er beschloss etwas dagegen zu unternehmen. Er steckte Metallstäbe in jeden Maulwurfhügel und schloss diese an ein Stromnetz an. Jetzt wäre das normale Stromnetz des Hauses ja bereits zu viel des Guten gewesen, doch er setzte noch eine drauf. Er schloss die Stäbe an ein Starkstromnetz an. Sein Manöver elektrisierte nicht nur die Stangen, sondern auch den Untergrund auf dem der alte Mann stand. - Als die Polizei kam, musste erst die Hauptsicherung herausgenommen werden, um das Gelände zu betreten. - Auch das ein würdiger Preisträger.

lediglich für eine "ehrenwerte Erwähnung" reichte es für diesen Fall:
Ein Mann wollte Holz für den Winter hacken. Die erste Zeit lief alles ganz normal. Er spaltete die Holzstämme wie immer. Bis er an einen dickeren Stamm geriet. Dieser wollte sich nicht so einfach spalten lassen. Die Axt blieb immer wieder stecken. Jedes mal als es im gelang, die Axt aus dem Holz zu bekommen, rutschte das Holz ein Stück weiter weg. So durchquerte er den halben Garten auf der Jagd nach dem dicken Holzstumpf. Das Spiel nahm sein Ende in der Nähe der Wäscheleine. Der Mann holt zu einem besonders starken Hieb aus und bemerkte nicht, dass er sich in der Leine verhakte. Die Axt geriet so unter Spannung, dass sie schließlich wie bei Pfeil und Bogen zurückschnellte und ihn mit der stumpfen Seite der Klinge voll zwischen den Augen traf. Es folgte eine Ohnmacht und ein Schädelbruch - aber der Mann überlebte, so reichte es nur zu einer Erwähnung!

Wer sich die Geschichten der weiteren Preisträger anschauen will, kann das auf der Homepage des Darwin Awards tun.


Wie kamen die Rabenvögel zu ihrem schlechten Ruf?

Der "Volksmund" sagt, Raben bringen Unglück, oder man sieht alles "rabenschwarz", Frauen werden schnell zu "Rabenmüttern" abgestempelt und manche Menschen klauen angeblich "wie die Raben". Woher kommt das alles?

Um diese Redensarten zu verstehen, muss man einen Blick in die Kulturgeschichte des Rabenvogels werfen. Der große Verwandte der Rabenkrähe, mit der er oft verwechselt wird, ist der Kolkrabe. Er galt seit jeher als Todesbote, vermutlich wegen seiner Vorliebe für Aas. ("Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben")

Im christlichen Mittelalter brachte man ihn mit dem Teufel in Verbindung und bezeichnete ihn als Galgenvogel. Das kam so: Damals ließ man die Hingerichteten tagelang am Strang baumeln, was natürlich die Raben angezogen hatte. Das schwarz glänzende Gefieder der Vögel erinnerte die Menschen an Pech, eine teerartige Flüssigkeit. Man glaubte damals, dass in der Hölle Kessel voller Pech für die Sünder bereitstünden. So wurde der Rabe im übertragenen Sinn zum "Pechvogel". Wer alles "kohlrabenschwarz" (eigentlich "kolkrabenschwarz") sieht, geht immer vom Schlimmsten aus.

Weit verbreitet ist auch die Vorstellung, dass Rabenmütter ihre Brut wenig liebevoll umsorgen. Dieses Vorurteil entstand aus einer Fehlinterpretation: Kaum sind die Jungen flügge, helfen die eifrigen Mütter der Brut auf die Sprünge. Sie drängen die Küken zum Nestrand und forcieren so deren ersten Flug. Daraus entstand der Ausdruck "Rabenmütter".

Das Gerücht, Raben würden alles klauen, was nicht Niet- und nagelfest sei, beruht ebenfalls auf einem Missverständnis. Die Tiere bedienen sich zwar durchaus an fremdem Eigentum, allerdings nicht an Metallen, sondern am Nistmaterial der Artgenossen – also Hölzchen und Federchen zum eigenen Nestbau. Auch Elstern (gehören ebenfalls zu den Rabenvögeln) haben entgegen der landläufigen Volksmeinung ebenfalls wenig Freude an Glitzerdingen. Wer also wie eine Elster stiehlt, hat es höchstens auf Reisig abgesehen.

Auch die Aussage, dass "eine Krähe der anderen kein Auge aushackt", ist falsch. Rabenvögel ernähren sich auch von verstorbenen Artgenossen und picken oftmals zuerst die weichen Augäpfel heraus. 

 


Haben Adam und Eva tatsächlich vom Apfelbaum genascht?

"Klar", werden viele sagen, aber ich würde ja nicht so eine Frage stellen, wenn die Antwort nicht verblüffend wäre. Denn es ist faszinierend, mit welchem Eifer und welcher Hartnäckigkeit der Bibel immer wieder Aussagen unterstellt werden, die dort gar nicht zu lesen sind. Immer wieder wird kommentiert, Adam und Eva hätten im Paradies von einem verbotenen Apfel genascht!

Auch wenn das "Märchen vom Apfel" in vielen Köpfen herumschwirrt – in der Bibel steht nirgends, dass Eva und auch Adam einen verbotenen Apfel gegessen hätten - sondern sie aßen verbotenerweise eine Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen!

Einen Baum, der als Früchte Äpfel trägt, nennt man Apfelbaum. Auf Kirschbäumen wachsen Kirschen, und Nüsse fallen von Nussbäumen. Gott hatte den ersten Menschen jedoch nicht eine köstliche Frucht vor die Nase gesetzt und daneben als Schikane oder gar aus Schadenfreude eine Verbotstafel angebracht :-)

Es heißt wörtlich nach der Übersetzung Martin Luthers: "Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen…" (1. Mose 16 & 17a).

Entgegen Gottes ausdrücklichem Verbot griffen die ersten Menschen nach dieser Frucht der Erkenntnis des Guten und Bösen. Sie glaubten der Schlange und sprachen damit gleichzeitig ihr Misstrauen Gott gegenüber aus – und handelten damit eigenmächtig und ohne Gottes Anweisungen zu befolgen. Von allen übrigen Bäumen im Garten – auch von den Apfelbäumen – durften sie jedoch mit Gottes Erlaubnis essen (siehe den angeführten Bibelvers). Sie durften also Äpfel naschen soviel sie wollten!

Unglaublich, was sich so allgemein festsetzt, dass man es sogar im Religionsunterricht lernt :-)


Wie überleben Säugetiere im Salzwasser?


Genauso wie ihre Verwandten an Land, sind auch die Säuger im Salzwasser auf Süßwasser angewiesen. Aber Meeressäugetiere brauchen nicht soviel Süßwasser wie die Säuger an Land. Das liegt daran, dass der Körperwasseranteil bei ihnen nicht so hoch ist - also auch nicht auf hohem Niveau aufrecht gehalten werden muss. Statt Wasser besteht der Meeressäugerkörper vor allem aus Fett. Doch woher kommt nun das wenige Süßwasser, dass die Meeressäuger dennoch brauchen? Meistens ziehen sie es aus ihrer Nahrung, z.B. aus Quallen. Es sind aber auch Fälle bekannt, in denen sie sich an dem Süßwasserfilm auf dem Meer gütlich tun, der dort nach starkem Regen zu finden ist. Beim Fressen nehmen sie zwar auch immer eine geringe Menge an Salzwasser zu sich, das Salz wird aber über ihre Nieren wieder ausgeschieden.



Wie funktioniert ein Abblendspiegel?

 Man klappt den eigentlichen Spiegel nach hinten weg, das blendende Licht wird jetzt an den Fahrzeughimmel gespiegelt. An die Stelle des Spiegels rückt jetzt eine spezielle Glasscheibe (Prisma). Diese spiegelt auch, aber nur einen geringen Teil (ca. 10%) des Lichts. Ausreichend um in der Nacht den Hintermann gut zu erkennen.

Warum werden Babys beim schreien nicht heiser?

Das haben sich schon sehr viele Eltern von sogenannten Schreibabys gefragt. Zum einen liegt es daran, dass Babys noch die optimale Bauch-Brust-Atmung beherrschen und somit klingt das Schreien einfach lauter, weil sie durch diese Atemtechnik weniger Kraft auf die Stimmbänder anwenden müssen. Bei dieser Atemtechnik drängt das Zwerchfell die Baucheingeweide beim Einatmen nach unten und gleichzeitig wird der Brustkorb von den Zwischenrippenmuskeln vergrößert.

Außerdem sind die Stimmbänder eines Säuglings "nagelneu und ungebraucht", also noch nicht so angegriffen wie die eines Erwachsenen. Im Verlauf eines Stimmband-Lebens gibt es viele Faktoren, die Heiserkeit begünstigen. Angefangen beim vielen Reden, über Umwelteinflüsse bis hin zu Krankheiten. Diese Faktoren spielen aber in einem so jungen Leben noch keine Rolle. Lediglich bei Schreibabys ist im späteren Leben zu beobachten, dass diese schneller heiser werden als Nicht-Schreibabys.

Somit bleibt für die Eltern von Schreibabys nur zu hoffen, dass der kleine Schützling bald einschläft, denn auf Heiserkeit zu warten wäre vergebene Liebesmüh'...


 

Warum ist Meerwasser salzig?

Am Anfang steht das Meer: zwei Drittel unseres Erdballen sind mit Meerwasser bedeckt. Das verdampft unter der Sonne und es bilden sich Wolken, die das Festland erreichen und sich dort abregnen.

Der Regen ist freilich nicht salzig, aber wenn er auf die Erde fliegt, dann dringt das Wasser ins Erdreich ein und nimmt geringe Mengen Mineralien und Salze mit auf den Weg ins Grundwasser oder direkt in die Flüsse.

Die Flüsse schmecken auch noch nicht salzig, denn die Konzentration der "mitgenommenen" Salze ist so gering, dass wir das nicht schmecken. Aber es regnet nun ja schon ein paar hundert Millionen Jahre so vor sich hin und die Flüsse fliesen genau so lange ins Meer. Klar, dass das Meer irgendwann einmal salzig schmeckt.

Wenn die Flüsse ständig neue Salze liefern, dann müsste das Meer ja immer salziger werden? Stimmt, aber gleichzeitig lagert sich das Salz am Meeresboden ab. Der Salzgehalt bleibt so seit Jahrtausenden im Gleichgewicht. Der durchschnittliche Salzgehalt der Ozeane liegt bei ca. 3,5 % (35 g/l).

Ein Astrophysiker dagegen schrieb, dass er diese Sachgeschichte für absolut falsch hält. Er schrieb die unten stehende Erklärung, die natürlich genauso sein kann. Vielleicht ist es auch eine Kombination aus beiden?
Hier also eine andere Erklärung:
Um diese Frage zu klären, müssen wir zunächst erstmal ca. 4,5 Milliarden Jahre in unserer Erdgeschichte zurückgehen. Damals war unsere Erde die Hölle. Die Atmosphäre besteht zu großen Teilen aus Stickstoff und Kohlendioxid und die Erde ist nicht fest sondern Größtenteils flüssiges Magma.
Zu dieser Zeit wird die Erde von vielen Meteoriten getroffen, die zu ca. 20 % aus Wasser bestehen.
So kommt nun das Wasser auf die Erde. Da jedoch auf der Oberfläche eine Temperatur von ca. 2500 °C herrscht, verdampft das Wasser sofort. In der Atmosphäre haben wir nun ein Gemisch aus Stickstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf, die zusammen einen Druck von ca. 400 bar (heutiger Druck 1 bar) zur Folge haben.
Die Erde kühlt nun immer weiter aus und vor ca. 4 Millarden Jahren kann der Wasserdampf kondensieren und als Regen zur Erde fallen. Vermutlich haben sich die Ozeane binnen 1000 Jahren mit einem Niederschlagssäule von ca. 7000 mm/a gebildet. Die Ozeane bestehen jedoch nicht nur aus Wasser sondern auch aus Soda (Natriumcarbonat), weshalb die Ozeane damals nicht neutral sondern stark basisch waren. In den ozeanischen Gesteinsschichten ist Calciumchlorid eingelagert, welches nun mit dem Soda reagiert und Kochsalz und Kalk (Calciumcarbonat) bildet.
Deshalb sind die Ozeane salzig.


Welches Getränk hilft bei extremer Hitze am besten?

Die Beduinen trinken gerne den heißen Tee und der Amerikaner haut sich eine ordentliche Ladung Eis in sein Getränk. Beides ist nicht das Optimum. Heiße Getränke heizen den Körper noch zusätzlich auf und eisgekühlte Getränke aktivieren den Stoffwechsel. Mit beidem schwitzt man noch mehr.
Deshalb ist lauwarm oder zimmerwarm die richtige Wahl. Mag nicht jeder, klar. Irgendwas ist ja immer :-)
Lt. der Deutschen Gesellschaft für Ernährung soll man an normalen Tagen rund 1,5 Liter über den Tag verteilt trinken. Bei Hitze darf es für Gesunde ruhig das Doppelte sein.
Aber die Frage war ja, welches Getränk am besten hilft:
Lauwarmer Minztee ist DAS Getränk bei Hitze, denn Minze kühlt. Und das mit einem Trick: Wir haben im Mund Rezeptoren die Kälte melden. Diese reagieren auf das Menthol der Minze und lassen uns die Umgebung ein klein bisschen kühler erleben. Cool, nicht wahr? Im wahrsten Sinne des Wortes...


 

Warum sagt man: auf großem Fuß leben?

Wenn man auf großem Fuß lebt, dann meint man, dass jemand einen aufwendigen Lebensstil hat. Und diese Redewendung hat eine nett Geschichte: die beginnt im 12. Jahrhundert. Da lebte der Graf von Anjou (Geoffrery Plantagenet) und der war mal so richtig reich und zudem noch sehr eitel. Durch sein Geld und seine Eitelkeit war der Graf zu dieser Zeit für viele ein modisches Vorbild.

Und weil er sehr eitel war, machte ihm eine Sache schwer zu schaffen: Er hatte eine dicke Geschwulst an einem Fuß und daher passten ihm die vornehmen Schuhe nicht, die damals in Mode waren.

Deshalb beauftragte er einen Schuster, ihm neue Schuhe zu fertigen. Der entwarf lange Schnabelschuhe, in denen die Verformung am Fuß nicht auffiel. Und dann passierte das, was wir auch heute noch erleben: Wenn ein modisches Vorbild etwas Neues und Besonders trägt, dann wollen es viele andere auch haben. Und so wollten viele Leute auch so große Schuhe tragen!

Weil das sich aber nur die reichen Leute leisten konnten, wurde die Größe der Schuhe ein Symbol für die Stellung in der Gesellschaft: Je größer die Schuhe, umso reicher und angesehener war man.


Warum heißt es "mit Fug und Recht"?

Das sagt man immer wieder und weiß eigentlich nicht was man da sagt :-)
Also "Recht" kennt jeder, aber was ist "Fug"?
Das Wort „Fug“ kommt aus dem Mittelhochdeutschen. Es wurde ursprünglich "vuoc" geschrieben und bedeutete "etwas, das erlaubt ist". Wir verwenden heute noch andere Wörter, die daraus resultieren. Zum Beispiel "Befugnis“ und „unbefugt". Und etwas, das nicht erlaubt ist, ist "Unfug".


Warum fällt das Marmeladenbrot immer auf die beschmierte Seite?

Wem schon mal ein Marmeladenbrot aus der Hand gerutscht ist, der wird das bestätigen können: das verflixte Ding landet doch totsicher mit der beschmierten Seite nach unten auf dem Boden! Warum?
Es liegt an der Größe des Brotes und an der gängigen Höhe der Tische (und damit an der Fallhöhe). Das Brot liegt mit der Marmeladenseite nach oben auf dem Tisch. Beim Fallen dreht es sich einmal mit dieser Seite nach unten. Mehr Umdrehungen macht es bei der Größe eines Brotes auf dem Weg nach unten nicht. Wird die Höhe des Tisches verdoppelt oder die Größe des Brotes halbiert, dann schafft das Brot die ganze Drehung bis nach unten und landet dann sozusagen "richtig".
Das ist übrigens nicht nur bei Marmelade so, sondern auch bei Wurst-, Käse- und Butterstullen.

 


Weshalb prickelt Champagner auf der Zunge?

Jetzt wirst du denken, dass die Antwort ja wohl einfach ist, weil im Champagner ja so richtig Kohlensäure ist und die dann eben prickelt. Stimmt aber nicht ganz. Forscher der University of California fanden heraus, dass auch Sekt oder Champagner, der von den Gasbläschen befreit wurde, in unserm Mund prickelt.
Aber trotzdem hat es was mit der Kohlensäure was zu tun, denn der Grund ist eine biochemische Reaktion. Ein Enzym auf unserer Zunge verwandelt das im Schaumwein enthaltene Kohlendioxid in Kohlensäure, und dieser Verwandlungsprozess prickelt dann.Sollte an Wunden "Luft" ran?

Falsch! Es ist eine Legende, dass Wunden an der Luft besser heilen. Richtig ist: Ein Pflaster ist viel besser für die schnelle Wundheilung. Denn am wichtigsten für den Heilprozess ist die Wundflüssigkeit. In ihr finden sich Enzyme, Hormone und Wachstumsfaktoren – alles, was die Haut für den raschen Aufbau neuer Zellen braucht. Trocknet die Wunde an der Luft aus, steht den Hautzellen aber keine Wundflüssigkeit zur Verfügung. Feucht und 35° C warm, so heilen Hautwunden am besten. Denn wenn alles schön glitschig ist, arbeitet auch die Körperabwehr perfekt: Fresszellen und weiße Blutkörperchen bewegen sich in feuchtem Milieu besonders gut. Wenn sich dann ein gelblicher Belag auf der Wunde bildet, verläuft der Heilungsprozess optimal – auch wenn es anders aussieht.

Das heißt für Sie: An Wunden muss keine "Luft ran", sondern ein Pflaster. Besonders geeignet sind die neuartigen Gel-Pflaster, die es in Apotheken zu kaufen gibt, denn sie bilden eine gleichmäßig feucht-warme Kammer. Einfach aufkleben und 5 Tage in Ruhe lassen – dann heilt die Wunde doppelt so rasch wie an der Luft.


Ist Sex vor dem Wettkampf schlecht?

 

Bis weit in die 1990er Jahre dachte man wirklich, dass Sex schlapp macht und die Kampfmoral untergräbt – deshalb mussten sich die Sportler vor einem Wettkampf in Enthaltsamkeit üben. Heute hält man eher das Gegenteil für richtig. "Sex macht schnell", behauptet eine Studie der Universität Oxford. Demnach waren die in der Nacht zuvor sexuell aktiven Marathonläufer etwa fünf Minuten früher im Ziel. Und wenn Frauen einen Orgasmus hatten, liefen sie noch schneller.


Woher kommt der Ausdruck blaumachen?

Diese Redewendung lässt sich aus dem Handwerk der Färber erklären. Früher wurden gefärbte Stoffe an der Luft getrocknet. Blau war über lange Zeit die wichtigste Farbe. Sie entstand aus der Pflanze Färberwaid (Isatis tinctoria L.) oder Deutsche Indigo, wobei erst beim Trocknen durch Oxidierung die blaue Färbung entstanden ist. Weil die Blaufärber in dieser Phase mit der Arbeit pausierten, wurde aus dem ursprünglich technischen Vorgang des Blaumachens ein allgemein sprachlicher Ausdruck für "Nichtstun", "seiner Arbeit nicht nachgehen" und "seiner Arbeit oder der Schule ohne triftigen Grund fernbleiben".


Warum sind Gullideckel eigentlich rund?

Das ist mal wieder eine Frage, die man sich bestimmt nicht selber stellt. Aber ganz so dumm ist sie nicht, denn runde Gullideckel können nicht ins Loch fallen, während ein viereckiger Deckel quer durchpassen würde. Für den Straßenbau wäre sicher ein viereckiger viel praktischer, aber anscheinend hat man hier doch mal einen Schritt weiter gedacht.

 


 

Winterzeit ist auch Erkältungszeit -

hier sind die zehn häufigsten Irrtümer zum Thema Erkältung:

Von einer Erkältung wird ein Großteil der Bevölkerung Deutschlands jedes Jahr heimgesucht. Um eine Infektion zu vermeiden, begehen viele Menschen Fehler in dem Glauben, sie handelten richtig. So ist für viele in der Erkältungszeit Küssen tabu, stattdessen gehen sie in die Sauna, weil das gegen Schnupfen helfen soll. Genau das gehört zu den zehn häufigsten Irrtümer rund um die Erkältung.

Irrtum Nr. 1:
"Eine Erkältung bekommt man, wenn man sich lange im Kalten aufgehalten hat." Ein Zusammenhang konnte noch nie nachgewiesen werden. Erkältungen werden durch Viren übertragen - zum Beispiel durch Anhusten oder den Kontakt mit einem Gegenstand, den ein Erkälteter zuvor berührt hat. Dass sie im Winter häufiger auftreten als im Sommer, liegt daran, dass wir uns mehr in geschlossenen und geheizten Räumen aufhalten. Dort herrschen ideale Bedingungen für die Erkältungsviren.

Irrtum Nr. 2:
"Küssen sollte tabu sein." Sich vom kranken Partner fernzuhalten ist sicher der falsche Weg. Die Ansteckungsgefahr ist sehr gering. Die Viren gelangen über den Speichel in den Magen und werden dort zersetzt. Die körperliche Zuwendung sorgt für einen Wohlfühleffekt: Das stärkt die Abwehr sogar.

Irrtum Nr. 3:
"Sauna schafft bei Erkältung Linderung." Abhärten in der Sauna funktioniert nur bei gesunden Menschen. Ist die Erkältung schon da, schwächen Saunagänge oder kalte Duschen das Immunsystem noch zusätzlich. Also lieber schonen und warten, bis die Erkältung vorüber ist.

Irrtum Nr. 4:
"Ein bisschen Sport schadet bei Erkältung nicht." Diese Meinung ist auch falsch: Eine sportliche Betätigung sollte besser vermieden werden. Bei einer Erkältung ist das Immunsystem bereits geschwächt. Große Anstrengungen können zu ernsten Folgeerkrankungen wie Angina, Bronchitis oder sogar Herzmuskelentzündungen führen. Also auch bei "harmlosem" Schnupfen lieber ein paar Tage schonen. Ein Granulat mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure oder Paracetamol und Pseudoephedrin (zum Beispiel Aspirin Complex oder Wick Daymed) hilft gegen erkältungsbedingte Schmerzen und Schnupfen.

Irrtum Nr. 5:
"Nasensprays sind harmlos." Auch diese Meinung ist nicht richtig. Zwar lassen gängige Nasensprays die Schleimhaut abschwellen und erleichtern somit das Atmen. Gleichzeitig wird aber die Blutzufuhr in der Nase gedrosselt und die Schleimhäute trocknen aus. Bei zu langer Einnahme droht sogar chronischer Schnupfen. Daher sollten Nasensprays nicht mehr als einige Tage hintereinander genommen werden. Unbedingt die Packungsbeilage beachten.

Irrtum Nr. 6:
"Aus einer Erkältung kann eine Grippe werden." Rund 200 verschiedene Viren können eine Erkältung auslösen, unter anderem Rhino-, Adeno- und Coronaviren. Die echte Grippe wird dagegen von einem anderen Virentyp ausgelöst: dem Influenzavirus. Daher kann eine Erkältung sich niemals zu einer Grippe ausweiten. Allerdings: Eine Erkältung kann das Immunsystem schwächen. Dann haben Grippeviren leichteres Spiel.

Irrtum Nr. 7:
"Antibiotika helfen gegen Schnupfen." Sie helfen nur gegen bakterielle Infektionen. Erkältungen aber werden durch Viren ausgelöst: Hier sind Antibiotika wirkungslos.

Irrtum Nr. 8:
"Echinacea beugt Erkältungen vor." Das Geld kann man sich sparen! Der Sonnenhut-Extrakt wird von vielen Menschen vorbeugend eingenommen. Eine aktuelle US-Studie hat jedoch gezeigt, dass Echinacea wirkungslos ist.

Irrtum Nr. 9:
"Vitamin C hat eine vorbeugende Wirkung." Der weit verbreitete Irrtum wurde kürzlich von australischen und finnischen Wissenschaftlern widerlegt. Zwar ist eine ausreichende Vitamin-Aufnahme die Voraussetzung für ein funktionierendes Immunsystem. Eine direkte vorbeugende Wirkung konnte aber nicht nachgewiesen werden. Zu viel Vitamin C wird ohnehin vom Körper einfach ausgeschieden.

Irrtum Nr. 10:
"Sind Erkältungsviren um Umlauf, muss man Freunde und Verwandte meiden." Freunde und Verwandte zu treffen bringt mehr Vor- als Nachteile. Zwar gilt: Wo viele Menschen sind, sind auch viele Viren. Doch Spaß am Leben stärkt die Abwehrkräfte am besten. Ein Einsiedlerleben ist also der falsche Weg.


Senkt Muskeldehnen vor dem Sport die Verletzungsgefahr?

Dass Stretching vor körperlicher Ertüchtigung Sportverletzungen vorbeugt, ist eine weit verbreitete Ansicht, bislang aber noch nicht bewiesen. Bereits 1999 habem australische Wissenschaftler 2600 Armee-Rekruten für ihre Studie gewonnen. Ein Teil der Probanden führten vor sportlichen Aktivitäten Dehnübungen für bestimmte Beinmuskeln durch, die anderen praktizierten den Kaltstart.
Was die Verletzungsraten betraf, fand sich kein Unterschied zwischen beiden Gruppen - und Verletzungen zum Auswerten gab es reichlich: "Selbst einen minimalen Schutzeffekt des Stretchings können wir mit diesen Daten ausschließen," verkündeten die Wissenschaftler. Dass pathologisch verkürzte Muskeln, die die normale Beweglichkeit einschränken, vor dem Sport gedehnt werden müssen, bleibt jedoch unbestritten.
Quelle: New Scientist, Vol. 164, No. 2217 (1999), S. 23

 

 

   
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